Die Geschichte des Billard
Billard ist nicht nur bei aktiven Sportlern in diesem Bereich bekannt. Auch Fernsehzuschauer von Sportsendungen kennen es durchaus. Doch was sind die Ursprünge des Spiels?
Billard spielen hat Tradition
Beim Billard werden mit einem Spielstock, dem sogenannten Queue, bunte Kugeln mithilfe einer weißen Spielkugel in eines der sechs Löcher bzw. Taschen versenkt. Für das Billardspiel ist ein großes Maß an Konzentration und Kondition nötig. Das macht es beliebt und lässt auf eine lange Tradition zurückblicken. Sogar Mozart und Kant waren große Anhänger dieser Sportart. Geht man in der Geschichte ganz weit zurück, findet man heraus, dass bereits in Ägypten Billard nicht fremd war. Ab dem 13. Jahrhundert findet man in der Sportgeschichte des Mittelalters immer wieder eindeutige Hinweise auf Kugel- und Kegelspiele. Der erste, mit einem Tuch bezogene, Billardtisch wurde 1469 gebaut. Das Spiel begeistert seit jeher Männer und Frauen gleichermaßen. Sie alle genießen den gesellschaftlichen Anlass. Volkstümlich wurde das Billardspiel durch die Französische Revolution im Jahre 1789. Zuvor war es Königen und Fürsten vorbehalten, es zu spielen. Nun wurde es auch vom gemeinen Volk gespielt, bis es sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts komplett wandelte. Billard wurde vom reinen Unterhaltungsspiel zum Wettkampspiel bzw. –sport. Heutzutage wird Billard in der ganzen Welt gespielt, von allen Altersklassen, von Menschen jeden Geschlechts und Alters und in allen Bevölkerungsschichten.
Poolbillard
Die Geschichte des Billard ist eine lange. Besonders das Poolbillard ist ein Breitensport geworden und bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt. Das Poolbillard von heute ist inzwischen über einhundert Jahre alt. In Europa schlug es erst ziemlich spät seine Wurzeln. Entscheidend für die Entwicklung des Poolbillard in Europa war die Stationierung der amerikanischen Truppen nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie brachten diesen Sport nach Europa und machten ihn beliebt. Der Name Billard stammt ursprünglich vom Wort ‚ballon’ ab. Das bedeutet soviel wie Kugel oder Ball. Ein kleinerer Ball wird als ‚boule’ bezeichnet und ein ganz winziger Ball ist eine Kugel und sie wird ‚bille’ genannt. Billard ist also das Spiel mit Bällen bzw. Kugeln. Die ersten Billardtische waren ganz aus Holz gefertigt. Das Spielfeld war bereits von Anfang an mit einem grünen Tuch bespannt. Dieses ist eng mit dem Billardspiel verknüpft und für einen Billardtisch DAS Markenzeichen. Auch die Kugeln wurden meist aus Holz hergestellt. Aber auch Elfenbein und Stein kamen zum Einsatz. Heute bestehen die meisten Billard – Kugeln aus synthetischem Kunstharz. Der zum Billardspiel verwendete Queue hat eine ebenso lange Geschichte. Anfangs wurde mit einer Art Schläger Billard gespielt. Mit ihm wurde nicht, wie heute, gestoßen, sondern die Kugeln mussten um den Tisch herumgeschlagen werden. Heute wird auf dem Tisch gespielt und der erhöhte Rand des Tisches verhindert, dass Kugeln vom Tisch herunterfallen.
Die Geschichte des Billard hat viele verschiedene Spielarten herausgebracht. Pool, Snooker und Carambol sind nur einige von ihnen. Ausrüstungsgegenstände, Spielregeln und Taktik variieren in jeder dieser Disziplinen. Einige von ihnen finden mit so hochrangigen Sportlern ihres Fachs statt, dass man Wettkämpfe sogar im Fernsehen zu sehen bekommt. Dennoch ist das Billard für viele eine beliebte Freizeitbeschäftigung geworden, bei der man Geselligkeit und Spiel wunderbar verbinden kann.
Image: Jérémy Bornerand – Fotolia
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